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und News

Einmal im Monat treffen sich die Entusiasten rund um den Fachkreis Lebensmittelhygiene zu einem virutellen Stammtisch. Was einmal als verrückte Idee begonnen hat, hat sich zu einer kleinen Talkrunde zu verschiedenen Themen etabliert. In einer kleinen, geselligen Runde haben die Teilnehmer die Möglichkeit einem Impulsvortrag zu einem angekündigten Thema zu lauschen und anschließend in eine Diskussion zu diesem Thema einzusteigen oder auch ein neues Thema anzusprechen, was vielleicht auf der Seele brennt. 

Wie an jedem Stammtisch besteht aber auch die Möglichkeit, sich direkt auzutauschen ohne das andere Personen zuhören. Dafür haben wir die "Bar", einen separaten virtuellen Raum, eingerichtet. Themenvorschläge könnt ihr gerne unter Karten clustern, ordnen, strukturieren (oncoo.de) einreichen. Die eingereichten Ideen findet ihr im Titelbild dieses Beitrags.

Unser nächster Stammtisch am 4. Juli beschäftigt sich mit dem Thema "Allgemeinen Kriterien einer guten fachlichen Anwendung von Fraßködern bei der Nagetierbekämpfung mit Antikoagulanzien" ...

SPC - harmonisierte Zusammenfassung von Produkteigenschaften

In unserer aktuellen Lebensmittelwirtschaft sind Rodentizide der zweiten Generation im Moment nicht wegzudenken. Durch ihre zeitverzögerte Wirkung auf das Einzeltier verhindern sie den "Lerneffekt" bezüglich gesunder und ungesunder Nahrung bei unseren Nagetieren, die wie wir unsere Lebensmittel gerne und mit Freude konsumieren.
Eigentlich wäre eine friedliche Co-Existenz schön. Und diesbezüglich möchte ich auch einmal eine Bresche für die kleinen Nager schlagen. Das gern in den Lebensmittelkontrollen angeführte Argument "ekelerregend" hinkt nicht nur mit einem Pferdefuß. Jeder von uns kennt das Gefühl des "Ekels". Leider ist dieses aber sehr personenspezifisch. Ich zum Beispiel finde eine Maus süß, Tofu dafür ekelig. Darf Tofu deswegen nicht mehr in Verkehr gebracht werden, weil er für mich "ekelerregend" ist? … Doch zurück zu unseren kleinen Nagern. Leider sind unsere kleinen Nager, so süß sie auch sind, in ihrem Lebensraum nicht so hygienisch, wie es für die Herstellung sicherer Lebensmittel wichtig ist.

Zum einen sind die Tiere oft erkrankt und können durch den direkten Kontakt pathogene Mikroorganismen in die Lebensmittelkette eintragen. Ein typischer Beispiel dafür sind Salmonellen in den Eiern. Ein Thema, mit dem viele von uns groß geworden sind. In den 80-ern waren rund 20 % der Legebetriebsbestände regelmäßig mit Salmonellen belastet. Dies hatte eine Vielzahl von Regelungen für die Lebensmittelsicherheit zur Folge, die uns auch heute noch bekannt sind:
1.) Maximales MHD für Frische Eier von 28 Tagen.
2.) Durcherhitzen nach dem MHD.
3.) Keine Speisen mit rohen Eiern für YOPIs (Young, Old, Pregnant, Immunocompromised).
4.) Keine Kühlung für rohe Eier, es sei denn, sie werden bis zur Verwendung dauerhaft gekühlt.

Die Eintragung der Salmonellen in die Legebetriebe erfolgt durch Ratten und Mäuse, die Träger der Salmonellen sind. Durch eine rigorose Stallhygiene, bei welcher eine effiziente Schädlingsbekämpfung ein wesentlicher Teil ist, konnten die Belastungen auf 0,2% reduziert werden.
Zum anderen sind die Tiere aber auch Wirte kleinere Tiere (Insekten, Flöhe, etc.) die so in die Lebensmittelbetriebe eingetragen werden. In vielen Betrieben wird daher als Präventionsprogramm bezüglich der Nagetierbekämpfung ein Monitoring mit Rodentiziden (Giften) eingesetzt. Dieses zeigt sowohl einen beginnenden Befall an, wirkt aber bei den ersten Tieren auch gleich als Bekämpfungsmaßnahme.
Leider hat die zeitverzögerte Wirkung aber auch einen großen Nachteil. Die vergifteten Tier kehren geschwächt in ihr eigentlichen Biotop zurück und dienen dort bevorzugt anderen Raubtieren als Nahrung. Der Schutz unserer Nahrungskette schädigt daher eine andere Nahrungskette. Und dies muss nicht nur auf die Raubtiere beschränkt sein. Insbesondere wenn die Rodentizide so ausgebracht werden, zum Beispiel durch Ausstreuen auf dem Feld, dass sie nicht nur von den Zielorganismen sondern auch von anderen Tieren aufgenommen werden, wirken sie natürlich auch bei diesen Tieren.

Diese Gründe führen dazu, dass der Einsatz von Rodentizide mit strengen Auflagen verbunden sind. Bis 2018 waren dies bei allen Zulassungen die "Allgemeinen Kriterien einer guten fachlichen Anwendung von Fraßködern bei der Nagetierbekämpfung mit Antikoagulanzien". Da Rodentizide aber nur eine befristete Zulassung von 5 Jahren bekommen, gibt es kaum noch Mittel, für welche dieses allgemeine Dokument gilt. Ersetzt wird es durch die SPC. Wo diese zu finden ist und wie diese zu lesen ist, wollen wir euch in unserem nächsten Stammtisch näher bringen.

Die nächsten Termine finden am:
Montag, den 04. Juli ... Thema: SPC - harmonisierte Zusammenfassung von Produkteigenschaften
Montag, den 1. August ... Thema: noch offen
Montag, den 5. September ... Thema: noch offen
statt.

Beginn jeweils 18:00 Uhr ... Ende 19:30 Uhr ... Wir sind in der Regel aber schon ab 17:30 Uhr da.
Login: https://lecture.senfcall.de/seb-oc0-q1s-yhb

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich

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